Künstlerinitiative Heimbach

KOPF ÜBER BAUCH.

Es war irgendwann im April 2017, da wurde ich wieder einmal sehr nett von meiner armenischen Patenfamilie zum Essen eingeladen. Marianna, die Frau vom ehrlichen Leo, servierte Borscht auf armenische Art. Schmeckte richtig gut.

Da hatte ich eine kulinarische Idee. ? Was machen eigentlich die Flüchtlingsfrauen, während ihre Männer nach Düren fahren, Deutschkurse belegen, Telefonieren und Palavern. Ich sag mal, sie bleiben in ihren meist zu kleinen Wohnungen zuhause, hüten die Kinder, waschen, putzen und Kochen. Wie wäre es zur Abwechslung, wenn sie in Heimbach in einer netten Umgebung  ihre landestypischen Lieblingsspeisen anbieten würden. Montags kocht die Syrerin, Dienstag die Afrikanerin, Mittwoch die Irakerin usw...

Mmh... International  

Nach einem Gespräch mit den Bedauis, erfuhr ich, daß die Stadt vor Jahren das Haus Furche in der Hengebachstrasse erworben hatte, das mitten in Heimbach liegt. Ich machte ad hoc ein Date mit dem BMC (Bürgermeister Cremer, wer es noch nicht weiß) und erzählte ihm von meiner Idee. Das Stadtoberhaupt, immer interessiert an neuen Ideen, fackelte nicht lange und wir  inspizierten am nächsten Tag das Haus Furche, nachdem  einer der Marxbrothers die Tür aufgebrochen hatte, weil es keinen Schlüssel mehr gab. Mit zugehaltener Nase, es stank furche-lich, durchkämten wir das völlig zugemüllte Haus. Der BMC entschied, dass eine kleine Expertengruppe sich das noch einmal genauer ansehen sollte. So geschah es.


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Was sie erblickten, ließ sie erstmal erschauern.

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Einhellige Meinung aller: Der Müll muß erstmal weg, um zu sehen ob das Haus Furche überhaupt noch zu retten ist.  Aber wer hat schon Lust, sich die Hände dreckig zu machen und wer soll das bezahlen?  Das Stadtsäckel soll ja leer sein, wenns stimmt. Schön, daß ich immer so gute Einfälle hab: "Wie wärs, wenn die Männer der Flüchtlingsfrauen das übernehmen würden". Stichwort: FLÜCHTLINGSHILFE. Gute  Idee, fragen wir mal die Herren.

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"Bismillah ir-Rahman ir-Rahim" wir schaffen das. Wir machen das. Wir können das. Ein sechsköpfiges  Freiwilligen-Entrümpelungs-Kommando  erklärte sich bereit, ab Osterdienstag unentgeldlich anzupacken. Und sie schafften das in 4 Tagen. Brit Possard spendierte die Arbeitsschuhe, Schmühls Bauhof-Crew schleppte 2 supergroße Container ran plus Helme, Schippen, Hacken, Besen und Schaufeln.

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Und jetzt noch eine good News: BERND NÖRIG, begnadeter Peoplefotograf, Fotokünstler, Promishooter und Freund erklärte sich zu meiner großen Freude bereit, die Flüchtlingshilfeaktion für die 2017er Ausstellung der Augenweide während der Woche der SPANNUNGEN dokumentarisch zu portraitieren.

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Fähnrich Mohamed Bidaui, der im Übrigen als Doktor die Frau Furche vor Jahren medizinisch betreute, ist begeistert.

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Während Bernd Nörig das tut, was er am Besten kann, lief die Werbemaschinerie auf Hochtouren. Flyer und Anzeige für die Spannungsbroschüre wurden mit Hilfe der Topgrafikerin Bärbel Sandmann aus Köln und dem Senior-Artdirector und Pantomimen Achim Schieffer gestaltet, gedruckt, verschickt und verteilt.

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Und ein dicker Dank geht von hier aus an die Herren Dr. Güttler und Helmut Müllejans von den SPANNUNGEN, die so großzügig alle Jahre unsere Augenweide-Anzeige in ihrer Broschüre plazieren. Ich sag es gerne immer wieder allen Kunstgeniessern: "Das volt Ihr doch sehn!"

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Ja, lieber Abubakar. Wir sind für die Abschiebung. Der Müll hatte schätzungsweise eine Aufenthaltsbewilligung von 10 Jahren. Das war kurz vor der Vernissage.

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Am Freitag, dem 16. Juni 2017, auf dem wind- und geräuschgeschützten Platz neben Haus Furche, mit freundlicher Genehmigung von Frau Reuter, konnte man es kaum noch erwarten.

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"Nun zier Dich nicht lange, leg los!" Und es war mir eine Ehre, die Flüchtlingshilfe von Alan Dalawi aus dem Irak, Fadi Shaheen und Maher Omar aus Syrien, Siedaas Katal aus der Türkei, Abubakar Sylla Din aus Burkina Faso und Youngster Sharif Mahammadi aus Afghanistan herauszustellen. Und last but not least meine Laudatio  über den diesjährigen Ausnahmekünstler Bernd Nörig, alias Falke. "ich schwöre 1000 Eide, seine Fotos sind 'ne Augenweide."


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Der Ansturm beginnt. Hoffentlich halten die Dielen das aus, denkt sich der Rosenkönig.

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Maher Omar mit dem Künstler vor seinem Foto mit der Goldcoolschen Hängung.

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Fadi Shaheen mit Frau Effat sind begeistert.

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Jeder hat so seine Favoriten.

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Bernd shot the Sharif.

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Unbelievable, er wurde hier im Haus geboren, der Enkel von Frau Furche.

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Darüber lacht auch Furche-Tochter Inge.                            "Wir sehn uns in der Volksbank"

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Dieses stadtbekannte  schöne Pärchen amüsiert sich anscheinend prächtig. By the way, der Gentleman mit den strammen Waden hat während der Spannungswoche die Augenweide-Ausstellung an einem Tag sehr erfolgreich vertreten. Nachträglich ein Dankeschön, lieber Russ.

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Alle haben ihre Ladies dabei und erklären ihnen das Besondere der Portraits. Nur Willy hat Frau Ingrid nicht dabei. Aber da gibt es ja noch einen Weg.

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Shake hands mit Fadi. 2 starke Typen.

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Gedenkminute für James Dean.

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Yasmin, was will uns diese Geste sagen?

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Eine geile Truppe. Leider fehlten Alan, Siedaas und Abubakar bei der Vernissage.

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Hauptsache, Ihr und wir hatten Spass. 

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Thanx an alle, die mitgeholfen haben, die Augenweide-Ausstellung mit Bernd Nörig zu realisieren. Die Sponsoren, ohne die nichts geht. Die Presse mit Stephan Everling von der Kölner Rundschau und Bruno Elberfeld von den Dürener Nachrichten. Die Fingerfoodköchinnen Marianna, Adjara, Effat und Astrid Gernkochtsie.                             Gruezie miteinand, Euer Peer Krischbin

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Die Flüchtlingskaravane zieht weiter. Zu den Eifeler Ateliertagen nach Gemünd, kurz EAT genannt. Kunstvolle Eröffnung am 3. September ab 15 Uhr in der Dreiborner Strasse 22. Danach  gehts  vielleicht ins Louvre nach Paris, ins Museum of Modern Art oder zur Versteigerung zu Sotheby nach London. Wer weiß.

tl_files/Bilder/Gmuend.JPGEin wichtiger Schritt für die Integration und Völkerverständigung.